24.07.: 19:00 Uhr COSTA RICA – mit dem Fahrrad durch die “Schweiz Mittelamerikas” CONRAD’S, Baummardesteig ggü. 1c, Berlin-Konradshöhe

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Veröffentlich: 22. Juni 2018 (vor 4 Wochen )

COSTA RICA

Mit dem Fahrrad durch die „Schweiz Mittelamerikas“

Bei meinen Fahrradvorträgen wurde ich häufig von Zuschauern gefragt, ob ich schon mal in Costa Rica gewesen sei. Jeder schwärmte von diesem mittelamerikanischen Land. So wurde ich neugierig und beschloss, das Land im März/April 2014 mit dem Fahrrad zu bereisen.
Allerdings verlief die Reise ganz anders als geplant! Schon am ersten Tag hatte ich mit der enormen Hitze und Luftfeuchtigkeit zu kämpfen. Im Gegensatz zu anderen Radtouren, bei denen die Faszination der Länder die Anstrengungen vergessen ließ, kamen in Costa Rica zu den klimatischen Bedingungen noch die teilweise extrem steilen Anstiege dazu. Und so hielten viele Autofahrer von sich aus an und fragten, ob sie mich zum Pass hochfahren sollten.
Die Landschaft war phantastisch! Tropischer Regenwald, eine herrliche Straße entlang der Pazifik-Küste, Ölpalm-, Bananen-, Kaffee-, Ananas-Plantagen.
Die „Ticos“ (die Bewohner Costa Ricas) winkten mir zu, und wenn ich anhielt, um etwas zu kaufen oder zu essen, fragten sie wissbegierig, woher ich sei.
Das Zelten wurde jedes Mal zu einem Sauna-Gang, weil es im Zelt unerträglich heiß war. Bei offenem Zelt konnte und wollte ich nicht schlafen, denn es gibt ca. 140 Schlangenarten, von denen 18 giftig sind…
Neben der grandiosen Landschaft war auch die Tierwelt überwältigend! Ich sah und fotografierte Schlangen, bunte Frösche, Papageien, Iguanas (Echsen), Nasenbären, Faultiere, Brüllaffen, Krokodile, um nur einige Tierarten zu nennen.
In den unzugänglichen Bergen an der Grenze zu Panama besuchte ich eine Siedlung der Guaymi-Indianer. Die irischen Melodien, die ich den Dorfbewohnern auf der Mundharmonika und Tin Whistle (irische Flöte) vorspielte, waren wieder mal ein Hit!
Bei der Fahrt auf der „Panamericana“ durch den Nebelwald musste ich passen, denn die Sichtweite betrug oft nur etwa 10 Meter. Die Straßen waren sehr eng, und wenn sich die riesigen LKW begegneten, war für einen Radfahrer kein Platz mehr auf der Straße. Unter den gegebenen Umständen entschloss ich mich, einige interessante Ziele mit Mietauto und Bus zu besuchen. Da ich keinen Führerschein dabei hatte, musste ich mir eine Kopie aus Deutschland per e-mail schicken und diese von einem Notar bescheinigen lassen. Jetzt bin ich im Besitz eines wunderschönen costaricanischen Führerscheins mit Stempeln, Prägungen und goldenen Sternen, den ich während des Vortrages dem Publikum präsentieren werde.
Ein anderes Highlight waren die noch aktiven Vulkane. Es ist ein phantastisches Schauspiel, wenn man nachts die glühende Lava den Berg herunter fließen sieht!
Bei einem anderen Vulkan konnte ich eine Eruption sehen und fotografieren.
Die Orte an der Karibikküste erinnerten mich sehr an Jamaika. Es gab Jerk-Pork, Rastas, und aus den Lautsprechern dröhnte Reggae-Musik.
Ein besonderes Erlebnis war auch die Fahrt mit einem Fischer auf einem Dschungel-Fluss, bei der ich viele Tierarten beobachten konnte.
Obwohl ich meinen eigentlichen Plan, das Land mit dem Rad zu bereisen, nicht zu 100% realisieren konnte, war diese Reise wieder einmal ein Erlebnis der besonderen Art!