Internationale Jugend pflegt Reinickendorfer Gräber von Kriegs- und Gewaltherrschaftsopfern

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Ungewohntes Bild auf einigen Reinickendorfer Friedhöfen: Dieser Tage kümmern sich Jugendliche aus aller Welt um die Grabanlagen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dahinter steckt ein gemeinnütziges Projekt zur Völkeververständigung, an dem sich der Bezirk seit 1978 bereits beteiligt. In Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gibt es deshalb in diesem Sommer drei Workcamps des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes.

Bis Anfang August Unterstützung auf drei Friedhöfen

In Reinickendorf befinden sich 5.380 Gräber von Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft, verteilt auf insgesamt sieben der zehn landeseigenen Friedhöfe. Verantwortlich für die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Dem Bezirk ist die Unterhaltung und Pflege der Gräber übertragen. Die Jugendlichen erneuern die Rasenflächen, schneiden Rasenflächen und Büsche, reinigen und verlegen, wo nötig, die Grabzeichen und Grabzeicheneinfassungen – und zwar hier:

  • seit 2. Juli und bis 14. Juli auf dem Friedhof Reinickendorf (Humboldtstraße 74-90, 13403 Berlin)
  • 21. Juli bis 5. August auf der Kriegsgräberstätte Reinickendorf (Freiheitsweg 64, 13407 Berlin)
    und auf dem Friedhof Heiligensee (Sandhauser Straße 110, 13505 Berlin)

Geschichtsbewusstsein fördern

„Junge Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen leben und arbeiten zusammen und setzen sich dabei auch mit der deutschen Geschichte auseinander. Ich begrüße dieses Projekt sehr, weil es Menschen zusammenbringt, das Geschichtsbewusstsein fördert und der Allgemeinheit dient“, so die Bezirksstadträtin für Bauen, Bildung und Kultur Katrin Schultze-Berndt (CDU). Das Projekt wird mit Bundesmitteln unterstützt.

Quelle: https://www.berlin.de/ba-reinickendorf/aktuelles/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung.718390.php

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