Neues von Postmaxe: Chemiefabrik und Erlengrabenteich an der HennigsdorferStraße

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Im Jahre 1898 erwarben die Unternehmer Dr.v.HeImholt und Dr. Remse das Gelände in der Hennigsdorfer Straße 35-47 und ließen im folgenden Jahr eine „Fabrik für Präparate für Parfümerie und Pharmazie“ errichten. Das Werk produzierte schwefelsaure Tonerde, Fluorwasserstoff, phosphorsaures Natron, chemisch reines Soda. Es wurde Knochenasche mit Schwefelsäure verarbeitet.

Hennigsdorfer Straße 35-47 Briefkopf Chemische Fabrik

Hennigsdorfer Straße 35-47 Briefkopf Chemische Fabrik (Bild: Sammlung Postmaxe Polzin)

1926 wurde der unbebaute Geländeteil (heute Nr. 41/47) zum Bau von Sommerlauben verpachtet. 1930 stellte man die industrielle Produktion ein und verpachtete die Gebäude, so an die Havelwerft Benecke. 1957 erwarb der “Angler-Verein Heiligensee“ den an der Havel gelegenen Grundstücksteil und baute ein Fabrikgebäude zum Vereinshaus um, errichtete aber 1984 an dessen Stelle ein neues Vereinsheim. Nach Abriss der übrigen ehemaligen Fabrikgebäude entstanden 1973 die heutigen Wohnhäuser Nr. 35 -35c mit insgesamt 32 Wohnungen nach Entwurf des Berliner Architekten Hans-Dieter Holle.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt ein Fußweg durch eine kleine Grünanlage zum Erlengrabenteich. Dieser wurde Anfang der 1930er Jahre inı Zuge der damals angelegten Entwässerungsgräben künstlich geschaffen.

Text: Klaus Schlickeiser aus Spaziergänge in Heiligensee Ausgabe 1984

Bis zum nächsten mal, Ihr Postmaxe-Polzin

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