Reinickendorfer Kleingärten in Gefahr? – Investor will Arreale berlinweit für Wohnungsbau

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Innerstädtische Kleingärten als Bauflächen für günstige Wohnungen? – Ein Investor hat sich mit dieser Idee bzw. Forderung in einem Offenen Brief an Bausenatorin Lompscher gewandt, das schreibt der Tagesspiegel. Der Immobilienunternehmer Arne Piepgras habe demnach ausgerechnet, dass auf den 3.000 Hektar Gartenparzellen Berlins etwa 400.000 Wohnungen gebaut werden könnten.

Auch bei uns in Reinickendorf gibt es zahlreiche Kleingartenanlagen, die in Gefahr wären, sollte die Idee ernsthaft in Erwägung gezogen werden: Der Bezirksverband der Kleingärtner Reinickendorf e.V. schreibt auf seiner Website von 6.142 Parzellen und 57 Kleingartenanlagen!

Kleingärten umsiedeln gerechter?

Zur Begründung der Idee des Investors heißt es in dem Zeitungsartikel: “Piepgras findet es gerechter, ‘die Kleingärten ins Umland umzusiedeln’ als ‘absehbar hunderttausende Berliner Bürger’ auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung nach Brandenburg zu schicken.”

In der Koalitionsvereinbarung des rot-rot-grünen Senats unterdessen steht zur Thematik Folgendes: “Kleingärten werden dauerhaft gesichert. Wenn der Schutz nicht möglich ist, sind Ersatzflächen in räumlicher Nähe zu schaffen.” 

Was halten Sie von der Idee?

Ist der Vorschlag angesichts knappen (bezahlbaren) Wohnraums, Gelände für Gewerbe oder andere Institutionen sowie der Gentrifizierung und der gesamten Stadtentwicklung sinnvoll? Oder haben für Sie andere Argumente für den unbedingten Erhalt der Kleingärten an Ort und Stelle mehr Gewicht?

Nutzen Sie gern die Kommentarfunktion und sagen Sie uns bei KIEZEKATZE Ihre Meinung zum Thema!

Quellen:

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4 Kommentare

  1. Warum sollte der Schutz nicht möglich sein? Warum kann der Investor nicht Flächen in mittelbarer Nähe akquiriere um Wohnungen zu bauen?
    Dafür müssen unsere Politiker nur die Voraussetzungen schaffen.

    • meinungsaustausch auf

      …der “Witz” ist ja eben, dass es kam Freiflächen zum bebauen mehr gibt. Da beisst sich natürlich auch mit der gesetzlichen Vorgabe, Ersatzflächen in räumlicher Nähe anzubieten…
      Trotzdem wird mehr Wohnraum benötigt. Und wenn man Pendlerströme vermeiden will, hilft nur bauen. Und für die Familie mit Kindern, die nach ekner Wohnung sucht, wurd der Erholungswert einer Kleingartenparzelle wohl nur wenig Gewicht haben.

      Welche Voraussetzungen könnten denn “die Politiker” Ihrer Meinung nach schaffen, damit mehr Flächen zur Verfügung stehen?

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