Und Gott sei Dank wieder “nur” Blechschaden im Dachsbau

8

Gegen 16:00 habe ich Am Dachsbau gegenüber von unserem Haus geparkt. Mein 11 jähriger Sohn stieg zur Straßenseite aus, es war alles frei. Auf der anderen Seite stiegen meine Eltern aus. Sie überquerten den Dachsbau um zu unserem Haus zu gehen. Aus dem Kofferraum holte ich noch etwas raus, ging ebenso über die Straße zum Haus und noch einmal zurück, weil ich etwas im Auto vergessen hatte. Eine Nachbarin sprach ich währenddessen an. Dann knallte es laut. Es waren 2 Autos an mir/ uns vorbei gefahren. Ich sah, wie etwas durch die Luft flog. Die beiden Autos fuhren erstmal einfach weiter. Mein Blick ging sofort zu meinem Autospiegel, er war kaputt und umgeklappt.

Ich rannte dem Autofahrer des 1.Autos rufend hinterher. Das 2. Auto bog, nach dem 1.PKW, in die Spielstraße ab und hielt an. Ich rannte dem 1. PKW hinterher und befürchtete er fährt weiter. Er hielt viele weiter erst an. Ein Passant stiegt aus und fragte verwundert, warum ich rufend hinter ihm her renne. Die Zeugin stieg aus ihrem Wagen und lief mir nach und wir sagten, er habe den Spiegel abgefahren. Wir gingen zu meinem Auto und sahen Kratzer und den Rest vom Fahrerspiegel. Die Außenkappe davon lag auf dem (vor mir parkendem) Auto, auf der Motorhaube. Der Rest vom kaputten Spiegel unter dem vorderen Auto….. Mir wurde erst viel später bewusst, was hätte passieren können, wenn mein Sohn oder ich wenige Minuten vorher die Straße überquert hätte. Die Gedanken lassen mich nicht los.

Unsere Strasse ist eigentlich eine 30 er Zone. Hier wird wenig geblitzt und die Verkehrsteilnehmer halten sich so gut wie nicht an das angegebene Tempolimit. Es wurde von einer Anwohnerin bereits über diesen “Schulweg” berichtet. Morgens ab 6:00 donnern die doppelten Container der BSR (schwer-beladene LKW’s) den Dachsbau in Richtung Schulzendorfer Strasse lang. Eine Nachbarin wurde Zeuge als ein Schulkind morgens an der Kreuzung Am Dachsbau/ Schulzendorfer Stasse von einem PKW angefahren wurde. Ein Glück wurde nur das Fahrrad angefahren, was das Kind schob!
Ein Glück kein Personenschaden. Der Fall wurde aber aus “Zeitgründen” nicht gemeldet, weil ja nichts schlimmeres passiert war.

Ein Achtung Kinder-Männchen ( kurz vor dem Schülerlotsen Schild im Dachsbau) wurde schon 1x komplett um/ überfahren und wenig später bei dem neuen leuchtenden “Achtung Kind(er)” Männchen der Plastikarm von einem Fahrzeug abgerissen. Hier fahren oft Autos über den Gehweg, weil die Müllabfuhr die Straße sperrt. Die Straße ist ein Schulweg für 2 Schulen und 1 Kita. Radarkontrollen passieren zu wenig (neulich in der Ferien um 11:00 Vormittag) und nicht wenn von 6:00-8:30 die meisten Autos ( ja auch sehr viele Eltern und eben auch diverse LKW’s) fahren. Der Gedanke, das mein Sohn hätte angefahren werden können und nicht nur das Auto und der Spiegel, lassen mich nicht zur Ruhe kommen.

Bei einer “Bezirkssitzung” wo auch Bürger zuhören konnten, sagte man: “Der Dachsbau wird keine durchgehende 30’er Zone, weil sich sowieso keiner daran hält!”
Unfassbar!!!

Warum kann man keine Zebrastreifen auf die Straße bringen, an der Kreuzung “leise” Bodenschwellen wie in anderen Städten anbringen…. warum keinen festen Blitzer der auch noch Geld einbringt?

Muss erst etwas passieren?
Mehr als “nur” Blech und Plastikschaden?
Was sind das für Politiker, die solche Aussagen machen!

Der Dachsbau wird immer mehr befahren und wenn die Hennigsdorfer Straße umgebaut wird, der neue Kreisverkehr Hennigsdorfer / Ecke Schulzendorfer entsteht, mehrere 100 neue Häuser auf dem ehemaligen Tetra Pack Gelände entstehen, wird der Dachsbau immer mehr zur Rennstrecke /Gefahr mit noch mehr Verkehrsteilnehmern !

Nachts ist oft alles ruhig. Nur ab und zu zischt ein schneller Verkehrsteilnehmer durch…. aber ab 6:00 fängt der Wahnsinn wieder an…

Mit den besten Wünschen an die Schutzengel aller Personen die auf dem Weg zur Kita, der Schule, dem Arzt, der Arbeit, mit dem Hund und einfach so unterwegs sind…das nichts weiter passiert….(?!)

Dies ist ein Beitrag eines nachbarschaftlichen Kiezreporters. Beachten Sie, dass die Richtigkeit der Inhalte von den Betreibern der Plattform nicht geprüft wurden und individuelle Meinungen und Vermutungen enthalten kann.

Teilen.

8 Kommentare

  1. Siehe Tempo 30 in Heiligensee. Es werden keine verkehrsberuhigende Maßnahmen, seitens der BVV, ergriffen. Ich plädiere für Bodenschwellen und ab ist der Auspuff oder erfährt langsam. Unsere Politiker sitzen auf Ihren Stühlen und sortieren Papier. Die Raserei in Heiligensee nervt. Erst wenn es zu einem tödlichen Unfall kommt und das ist nur eine Frage der Zeit, wird sich etwas ändern

  2. Unfassbar! Das war schon immer ein Problem. Ein Standblitzer wird hier jedoch leider auch nicht helfen. Am schlimmsten finde ich, dass gerade die Eltern derjenigen Kinder, die in die gleichen Schulen gehen, solch ein Fahrverhalten beim Kind in die Schule fahren an den Tag legen. Unverantwortlich und kein besonders gutes Vorbild für unsere Kinder. Einfach mal morgens früher, dafür aber entspannter losfahren und allen wäre geholfen.

  3. Ziemlich geiler Bericht, Bild und BZ können es kaum besser. Die Geschichte glaubt kein Mensch. Alles Raser, aber einem Auto hinterrennen und einholen – schneller als die Polizei erlaubt.
    Kinder auf der Fahrerseite aussteigen lassen – Kopfschüttel
    Alles Raser nur man selber nicht, vielleicht in der eigenen Straße.

    Aber das ist der Oberhammer.
    Zitat “Ein Glück wurde nur das Fahrrad angefahren, was das Kind schob! Ein Glück kein Personenschaden. Der Fall wurde aber aus “Zeitgründen” nicht gemeldet, weil ja nichts schlimmeres passiert war.”
    Nichts Schlimmeres, schlimm genug meine ich. Aus Zeitgründen nicht gemeldet, heißt Stress haben und zu schnell fahren. So einen Vorfall bringt man dem Kind zu Liebe schon zur Anzeige.
    Aber nicht vergessen, immer den Finger erheben, immer die Anderen …

Hinterlassen Sie einen Kommentar