Zwischenlösung für Montessori Schule Heiligensee auf ehemaligem Tetrapak Gelände Heiligensee möglich?

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Hunderte Eltern verschaffen sich gerade vor dem Rathaus Gehör und kämpfen für den Verbleib der Montessori-Schule in Heiligensee” vermeldete die Berliner Morgenpost Reinickendorf heute auf Facebook:

Gespräche mit Eigentümer des TetraPak Geländes und weitere Alternativen

Zu diesen Beitrag kommentierte Stephan Schmidt (MdA, CDU) auf Facebook: “Ich bin heute mit dem Eigentümer des TetraPak-Verwaltungsgebäudes in Kontakt getreten. Vielleicht ist hier eine Zwischenlösung möglich.” Laut Stephan Schmidt soll es hier abweichend zu den damaligen Konzepten einer Flüchtlingsunterkunft diesmal um Verwaltungsgebäude des Geländes gehen. Dabei ist der Standort aktuell erstmal nur eine Idee, ohne zu wissen, ob der Standort geeignet ist.

In der heutigen Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Reinickendorf wurde außerdem berichtet, dass mögliche Ausweichstandorte in der Nähe des S-Bahnhof Wittenau oder auf einem Industriegelände in Tegel auf Eignung und Verfügbarkeit untersucht werden. Hier sind sowohl die Bezirkspolitik als auch der Schulträger aktiv.

Stefan Valentin (Schulpolitischer Sprecher SPD Reinickendorf) sagte in der BVV heute: “Der Träger der Montessorischule hat eine gewisse Aufgabe zu erfüllen. Nicht das Bezirksamt Reinickendorf” und zur Situation des Standort Problems meinte er “Wir können es nicht einfach so ändern. Die Macht haben wir hier nicht“. Weiter ergänzte Herr Valentin: “Wir können nur das versprechen, was wir auch einhalten können” (…) “Die Lösung kann nicht der Stolpmünder Weg sein, sie muss woanders gesucht und gefunden werden.

Felix Lederle (Die Linke) schloß seinen BVV Beitrag mit den Worten “Ich habe den Eindruck, alle wollen, dass die Montessorischule erhalten bleibt und ich denke wir sollten uns einfach gemeinsam Bemühen eine Lösung zu finden.

Erklärung der CDU Wittenau zur Situation

Björn Wohlert (Ortsvorsitzender der CDU Wittenau) hatte vorher zum gleichen Facebook Post kommentiert: “Die CDU wird die Montessori-Verantwortlichen weiterhin bei der Suche nach Räumlichkeiten unterstützen. Wir wollen die Schule in Reinickendorf erhalten. Am 23. Januar findet deshalb das nächste Gespräch mit dem Schulstadtrat Tobias Dollase statt. Allerdings muss ich noch einmal einiges richtig stellen: Die private! Montessori-Schule KANN NICHT in Heiligensee bleiben. Das erkläre ich gerne anhand der Historie und Fakten. 

Die Montessori-Schule hat 2012/13 ihren Schulstandort im Diakoniezentrum Heiligensee eröffnet. Eine Nutzung wurde bauaufsichtlich nur bis zum Ende des Schuljahres 2015/16 gestattet, so dass die Schule schon damals neue Räumlichkeiten suchte. 2014 hat die BIM der Schule das ehemalige College Voltaire in der Cité Foch ab dem Schuljahr 2016/17 (Einzug 1.6.2016) zugesagt. Ab Januar 2015 wurden dann im College Voltaire Geflüchtete untergebracht. Eine Nutzung ab 1.6.2016 für die Schule wurde seitens der BIM nicht mehr eingehalten. Daher suchte die Schule übergangsweise andere Räume. 

Der Bezirk Reinickendorf hat der Montessori-Schule übergangsweise Räume im Schulgebäude Stolpmünder Weg zur Nutzung überlassen,  – ursprünglich für das Schuljahr 2016/17,  – danach auf Wunsch der Schule noch einmal verlängert bis zum Ende des Schuljahres 2017/18. 

Diese Unterstützung erfolgte freiwillig außerhalb von Pflichten. Das Bezirksamt MUSS aber öffentliche Schulplätze sichern. 

Das Schulgebäude im Stolpmünder Weg ist daher bereits seit 2015 für die Erweiterung einer bezirklichen Integrierten Sekundarschule (ISS) in Planung und dieser Bedarf ist weiterhin aktuell. An diesen Standort werden mit Schuljahresbeginn die fünf 9. und drei 10. Klassen der Albrecht-Haushofer-Schule verlagert, das werden nach jetzigen Stand 212 Schüler sein und damit weitaus mehr als die fälschlicherweise in der Presse genannten 50 (die 50 sind abgeleitet worden aus den zusätzlich zu eröffnenden zwei 7. Klassen an der Haushofer Schule zum nächsten Schuljahr. Die Schule hat heute bereits mehr Klassen eingerichtet, als sie Räume besitzt. Im neuen Schuljahr werden zwei weitere zusätzliche 7. Klassen eingerichtet. In die Filiale ziehen die 9. und 10. Klassen).

Weitere Informationen zum Thema

In folgendem Artikel wurden die unterschiedlichen Standpunkte bereits ausführlich dargestellt: Das sind die unterschiedlichen Vorstellungen der Politik für die Zukunft der Montessori Schule Heiligensee

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13 Kommentare

    • Mal abgesehen davon, daß es um ganz andere Gebäude auf dem Gelände geht: Auf welche Schule muss man (nicht) gegangen sein, wenn man denkt die Anforderungen an eine Flüchtlingsunterkunft und an eine Schule wären auf diese Weise vergleichbar? Und warum müssen solche Leute immer gegen Flüchtlinge hetzten. Ob’s da einen Zusammenhang gibt? 🙂

  1. Wenn ich das schon höre…Zwischenlösung hier Zwischenlösung da echt super für die Kinder muss schon sagen…Und wieder mal müssen sich die Eltern um alles kümmern aber Hauptsache die Chefetage der Schule ist im Urlaub

  2. Sind denn Kinder einer staatlichen Schule andere Kinder, als Kinder einer staatlich anerkannten Ersatzschule? Soviel ich weiss, sind beide gleichwertig und haben den Bildungsauftrag zu erfüllen!
    Deswegen muss es seitens der Politik endlich aufhören, dass immer nur für oder über öffentliche Schulplatzsicherung geht!
    Die Montessori- Schule Heiligensee ist nun mal da, macht auch im Gegensatz zu Aussagen einiger Politiker sehr wohl ihre Hausaufgaben….
    Die Kinder sind die Leidtragenden, nicht das Ansehen der Politiker, im Gegenteil, wenn jetzt jemand mal wirklich wollte, ohne Parteitechtelmechtel wäre das ein Erfolg für Alle!
    Danke

  3. Die Gebäude wären bestimmt zu klein, aber auf der Fläche hinter den Hallen würden selbst in einer Bauphase Container oder mobile Schulgebäude möglich sein!