Sohlenräumung Grimbartgraben und Weidengraben startet im Oktober

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Zur Antwort des Berliner Senats auf eine erneute Anfrage zur Situation der Heiligenseer Entwässerungsgräben (Drs. 18/12236) erklärte der Wahlkreisabgeordnete für Heiligensee, Konradshöhe, Tegelort und Tegel, Stephan Schmidt (CDU):

Der Senat hat angekündigt, dass im Oktober insbesondere beim Grimbartgraben und beim Weidengraben eine Sohlenräumung und die Mahd der Grabenböschungen erfolgen wird. Ich nehme erleichtert zur Kenntnis, dass diese Arbeiten jetzt nun endlich auch begonnen haben.

Weidengraben_Stephan_Schmidt

Bild: Graben oder Waldweg? Im Weidengraben sollte eigentlich Wasser abfließen.

Ich bin allerdings sehr verwundert, dass mir auf meine Anfrage geantwortet wurde, solche Arbeiten an den Gräben würden regelmäßig ausgeführt. Das kann gar nicht sein. Ich glaube die beauftragten Firmen wurden durch den Senat bislang wenig oder gar nicht kontrolliert. Wer beispielsweise den Weidengraben in voller Länge entlangwandert, der sieht einen Zustand, der nicht nur von ein paar Wildschweinen oder einigen Gartenabfällen aus dem Sommer herrühren kann. Anwohner berichten mir, dass am Grimbartgraben nur auf einem Teilstück Arbeiten durchgeführt wurden- genau dort, wo sich ein Anwohner über den Zustand beklagte – aber eben nicht auf der gesamten Länge. Und aktuell muss die beschriebene Sohlenräumung von angeblich etwa nur 10 cm mit einem Bagger durchgeführt werden. Da ist offenbar seit Jahren nicht ordentlich gearbeitet worden. Unter den Folgen dieser Schlamperei mussten die Heiligenseer im vergangenen Sommer bei Starkregen leiden.

Ich werde mir den Zustand der Gräben nach der erfolgten Beräumung genau anschauen. Ich erwarte, dass die beschriebenen Arbeiten nun akkurat ausgeführt werden und auch in Zukunft regelmäßig eine Nachkontrolle durch die Senatsverwaltung erfolgt. Das hat jetzt im Sinne der Heiligenseer Bürger Priorität. Eine Aufarbeitung der Versäumnisse der Vergangenheit muss ebenfalls erfolgen.

Quelle (Text und Bild): PM Stephan Schmidt MdA (CDU)

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5 Kommentare

  1. Ich möchte mich den beiden Kommentatoren ausdrücklich anschließen.
    (Mehr an Details dazu s. weiter unten im Text)

    Leute, habt Ihr denn vergessen, wie damals das Thema “Wasser im Keller” hochkochte.??
    und dann bisher NUR Zwei Kommentare zu den Thema hier im Portal, 🙁

    => Lasst uns nicht schweigen, nur weil es derzeit mal gerade keinen Starkregen gibt und die Gräben
    dann sofort wieder vom Entwässerungsgraben zum (Keller-) Bewässerungsgraben werden.

    => Den vollen Text der der beiden Antworten der verantwortlichen Senatsstelle auf die Anfragen
    zum Thema Instandsetzung der Gräben kann man.frau beim buero@stephan-schmidt.berlin
    erfahren (auf der Hompage leider schwer zu finden..).
    Leute, das Lesen der rosigen Senats-Lyrik lohnt sich. Wer hat denn die Reinigungstrupps jemals gesehen ??
    So entfernt von der Realität habe ich selten ein ernstes Thema schön geredet /geschrieben erlebt.

    Da kann man.frau Herrn Schmidt und seinem Büro nur dankbar sein, dass sich dieses Themas
    offenbar erfolgreich angenommen hat und entschlossen auch bis zur Lösung im Sinne der Bürger
    dran bleiben will: Endlich mal einer der Politiker der sich um unsere Bürger-Belange kümmert.

    Würde mich freuen, wenn hier im Kietzportal die Betroffenen Anwohner der Gräben weiter am Ball bleiben würden. Wasser kommt langsam, geht aber wieder noch langsamer..: Wer wartet säuft ab.

    => schreibt Eure Eindrücke zur aktuellen Pflege der Gräben hier im Kietzportal , habt Ihr Fotos ??

    Gruß Reiner vom Grimbartgarben

    Und dann kam auch noch der Hinweis aus dem aktuellen Senat, man werde in naher Zukunft die Häuslebauer in Heiligensee an den zunehmenden Umweltkosten beteiligen.. (s. off. Senatsantwort)

    ca 1927 wurde Acker- und Sumpfland zu Bauland umgewandelt.
    Auf Basis dieser geplanten Wasserhaltung wurden die Baugenehmigungen erteilt.

    Wenn die Gräben mindestens seit 5 Jahren nicht mehr gereinigt wurden und dann der Senat den Bewohnern mitteilt, sie hätten ja ne wasserdichte Wanne bauen müssen ist das eine totale Umkehr der Verhältnisse.

    Es werden jahrelang massiv Kosten bei der Instandhaltung gespart (oder noch schlimmer: es werden Verträge nicht kontrolliert aber bezahlt) und die Folgen dieser Vernachlässigung sollen auf die Steuerzahler umgelegt werden.

    Bei sauberen Entwässerungsgräben (Grimbart/Wiesen, Erlengraben..) könnte auch heutiger Starkregen problemlos in Richtung Heiligen-See und Havel ablaufen, genauso wie es bei der Baulandfreigabe geplant wurde, Und zwar ohne seitlich in die Grasböschungen einzusickern (und dann weiter Richtung unserer Keller )

    • Klasse Zusammenfassung, danke Reiner

      Der Herr Schmidt scheint sich ja wirklich um das Anliegen der Anwohner zu kümmern und den Karren für uns aus dem Dreck zu holen. Seit langem passiert jetzt endlich was grundsätzliches

      Anmerkung: die begonnenen Räumarbeiten wurden offenbar am Donnerstag Mittag abgebrochen.
      Der Mini-Bagger am Nordfeld/Eschengraben hatte ja mächtig aufgeräumt, wirklich bis zur Sohle.
      Aber das wars dann wohl auch. Schade.. hätte ja mal was funktionieren können

      Nach Senatsauskunft hätte ja der Wiesen UND die Grimbartgraben jetzt geräumt sein sollen
      und eben nicht nur die 10 cm, denn der Schlamm liegt ja bis zu 80 cm hoch im Graben
      Bei dem Tempo wird das vom Senat angegebene Ziel KW42 für einme sohlentiefe Reinigung von Grimbart und Wiesengraben nie und nimmer erricht werden können.

      War das also wieder nur so ne Senats-Show ??

      – hat jemand mit den Arbeitern gesprochen, was da so geplant ist…
      ev. klappt das ja doch noch vor dem Winter..

      – Wer kann näheres zu den Arbeiten berichten…

  2. Hallo zusammen,
    auch ich bin froh, dass sich Stephan Schmidt des Themas angenommen hat (Bitte dranbleiben 🙂 ). Was sich dieser Senat so alles erlaubt geht auf keine Kuhhaut. Wir sind ja in Heiligensee nicht die einzigen mit dem Problem. In Rudow stehen sie ja vor dem Problem, dass die Pumpen abgeschaltet werden sollen. Der Senat ist ja auch hier wie bei fast allen relevanten Themen in dieser Stadt der Meinung , dass er nicht zuständig sei und damit die Betroffenen sich selbst kümmern und zahlen sollen. Vielleicht gibt es eine Chance alle Betroffenen im Berliner Urstomtal in einer Art Interessengemeinschaft zu bündeln und dann gemeinsam aufzutreten.
    Ich bin wie Reiner der Meinung, dass der nächste Regen kommen wird. Aber wie es immer so ist: Aus dem Auge aus dem Sinn. Auch mir geht es so, deshalb habe ich den Spruch von Reiner “wer wartet säuft ab” zum Anlass genommen, mich zumindest mal zu Wort zu melden.
    LG Axel